28
April
2021

Gaststube in neuem Gewand

Es sollte moderner werden. Aber nicht kühl und clean wirken. Die Gäste sollen sich wohl fühlen und die Akkustik und das Licht könnte definitv viel besser sein. Nach einigem Brainstorming und der tollen Unterstützung meiner Schwester die praktischerweise irgendwas mit Design studiert ging es an die Arbeit. Wir entschieden uns für eine Wandverkleidung aus Eiche, neue Leuchten die auf den Tisch fokussiert sind und eine warme indirekte Beleuchtung beim Holz. Vorhänge aus wunderschönem Leinen und ganz zum Schluss suchte ich noch die Fotos zusammen die unseren Wänden den letzten Schliff gaben.
Wir freuen uns, dass dieser Raum so schön und gemütlich geworden ist. Eine richtige Gaststube. Wir haben das gesetzte Ziel erreicht.
Kommt bald mal vorbei und überzeugt euch selbst

26
März
2021

Ab sofort Kartenzahlung möglich

Eine Bezahlung per Bakomatkarte ist einfach, schnell, unkompliziert und übersichtlich. Keine Frage. Technisch haben wir unsere Verkaufsräume (1,5 m dicke Wände aus Stein sind nicht des WLANs bester Freund) nun auch endlich soweit aufrüsten können, dass die Verbindung überall klappt und dem bargeldlosen Begleichen deiner Rechnung nichts mehr im Wege steht.

01
März
2021

junge Puten - willkommen!

Wir bekommen die jungen Puten mit einem Alter von vier Wochen. Die erste Zeit ihres Lebens verbringen sie in einem spezialisierten Aufzuchtbetrieb in Vorchdorf. Dieser wiederum bekommt sie ein paar Tage alt aus einer Brüterei in der Steiermark. Vom Ei bis zur ausgewachsenen Pute braucht es viel Know How, und die Tiere auf ihre sehr speziellen Bedürfnisse in jedem Lebensabschnitt angepasste Umgebungsverhältnisse. Die Pute kommt ja ursprünglich aus einer trockenen und heißen Gegend Nordamerikas, dementsprechend uncool findet sie den österreichischen Winter. Gerade die erste Zeit nach einem Ortswechsel ist oft entscheidend - passt die Temperatur, die Frischluft, das Platzangebot, das Futter? Jeden einzelnen Parameter gilt es jeden Tag zu kontrollieren und die Tiere genau zu beobachten und gegebenenfalls schnellstmöglich an der Verbesserung der Situation zu arbeiten. Sind diese Grundbedürfnisse gegeben steht dem gesunden, natürlichen Wachstum der Puten bei uns am Hof nichts mehr entgegen.

 

29
Jänner
2021

Ein neuer Bio-Schweinestall - ja, nein, vielleicht mit deiner Hilfe?!

Schweine halten wir am Kleinauerhof schon sehr lange. Lange Zeit davon ausschließlich zur Verwertung der Speise und Lagerreste der Eigenproduktion. Mit der Übernahme des Hansberg, ist der Bedarf an Schweinefleisch erheblich gestiegen. Mehr Tiere heißt mehr Platz und mehr Futter und auch mehr Arbeit. Es folgten mehrere provisorische Lösungen am Hof, sowie auch das Freilandgehege am Hansberg. Die sich ständig ändernden Richtlinien (Schweinegesundheitsverordung, Bio Verordung etc), der hohe Arbeitsaufwand durch die provisorischen Lösungen und die Erkenntnis, dass uns die Schweinehaltung und -verarbeitung gut gefällt und liegt, haben uns nun dazu gebracht uns intensiv mit der möglichen Errichtung eines professionellen Bio Stalles für Schweine zu befassen.
Damit diese Investition auf lange Sicht den steigenden Anforderungen und Erwartungen gerecht wird, denken wir dabei nicht an einen Stall „von der Stange“. Was heißt das?

Stallgröße: Wir planen 4 Gruppen zu je 10-12 Tieren. Inkl. Platz für Futterlager und was sonst noch nötig ist nimmt dies ca.25*10 Meter in Anspruch.
Tierwohl: Schweine leben in gut organisierten Gruppen die ihr Umfeld, anders als z.B. Rinder, in Funktionsbereiche gliedern, sofern man ihnen die Möglichkeit gibt. Liegen und Ruhen, Fressen, Aktivität und Toilette sind getrennt. Hier kann man auf breites Wissen im Bio-Schweinestallbau zurückgreifen, aber Teufel steckt wie so oft im Detail ob diese Eingliederung dann auch funktioniert, wie man das geplant hat.
Fütterung: Feed no Food. Schweine sollen keine Nahrungskonkurrenten zum Menschen sein, sondern so gut es geht Reststoffe verwerten. Molke aus der Milchverarbeitung vom Biohof Zauner in der Nachbarschaft, Ölpresskuchen aus der Speiseölerzeugung von den Farmgoodies ebenfalls aus der Nachbarschaft, und Futterkartoffeln als Ausschussware der Speisekartoffelproduktion von Produzenten in der Region. Der Einsatz dieser Futtermittel erfordert baulich ein angepasstes und gut durchdachtes Konzept.
Architektur: Wie auch bei unseren anderen landwirtschaftlichen Bauten wollen wir Holz einsetzten wo immer es geht. Die Problematik des Bodenverbrauchs ist uns durchaus bewusst und wir wollen die Umweltauswirkungen eines weiteren Bauwerkes möglichst geringhalten. Ein begrüntes Dach soll sommerlicher Überhitzung vorbeugen, und als Mikrobiotop dienen. Auch der Bereich im Umfeld des Stalles soll ökologisch aufgewertet werden. Und last but not least, soll es dem Auspruch „Nur was schön ist hat Bestand“ gerecht werden und uns und euch lange gefallen.
Finanzierung: Stallbau kostet Geld. Geld dass erst erwirtschaftet werden muss. Hier möchten wir versuchen euch, liebe KundInnen ins Boot zu holen. Ein Gedankenmodell ist der Verkauf von Gutscheinen für Schweinefleischprodukte im max. Wert von 500 €. Diese können verzinst über die nächsten Jahre eingelöst werden. Details sind in Ausarbeitung.
Um ein Gefühl zu bekommen wie ihr diesen Plan mit dem Schweinestall und dem Beteiligungsmodell findet, bitte diese kurze Umfrage beantworten. Völlig Anonym und Bindungsfrei – logisch. Klicke HIER um Teilzunehmen

Das Fleisch unserer Schweine soll durch die schonende Verarbeitung bei uns am Hof zu dem werden was Fleisch eigentlich sein soll. Ein hochwertiges Lebens- und Genussmittel. Und nicht ein Magenfüller für immer, jederzeit, zwischendurch.
 

25
Jänner
2021

alles neu macht der Winter

Als erstes steht unser Verkaufsraum am Hof am Programm. Die großen Tische und die Bank kommen raus. Eine neue Verkostungstheke, eine moderene Speckecke und ein kleines Büro wird neu eingerichtet. Ein genereller Facelift mit Lampentausch, neuer Farbe und co steht auch an.
Am Hansberg wir der lang schon gehegte Plan ein angeschlossenes Kammerl nutzbar zu machen wahr und die Gaststube erhält auch einen neuen Look.
Vor allem der Verkaufsraum am Hof wird durch die Änderungen an Kundenfreundlichkeit und Modernität sehr gewinnen. Wir freuen uns schon aufs Endergebnis und hoffen auch euch gefällts.

25
November
2020

neue Produkte im Hofladen

Zum einen haben wir uns entschieden unseren sehr beliebten Most nicht nur am Hansberg, sondern auch in Haushaltsmengen bei uns ab Hof anzubieten. Originaltypisch im Geschmack. Nicht zu raß und nicht zu mild. Nicht zu aufdringlich und nicht zu zurückhaltend. Schmeckt nach Mühlviertel, und ist auch der Inbegriff für DAS Mühlviertler Getränk zur Jause.
Erhältlich in der 1l Flasche oder in der praktischen 5l Bag in Box Variante.
Weiters gibt es ganz neu im Sortiment süß sauer eingelegte Birnen. Ein Sud aus Essig, Orangen und Gewürzen geben unseren Speckbirnen eine sehr feine und exquisite Note. Die Birnen harmonieren gut mit diversen Käsesorten und mit dunklem Fleisch wie Wild, Geflügel und Rindfleisch. Den Sud kann man auch gut zum Aufgießen und Saucengrundlage verwenden oder sich auch einfach so schmecken lassen. Unsere beiden Kinder lieben letzteres.
 

26
Oktober
2020

Saisonschluss 2020

Verspätete Eröffnung. Mal mit, dann mal ohne Maske. Abstandsregelungen, Datenerhebungen. Es machte alles nicht leichter. Danke, dass ihr trotzdem gekommen seid und diese Maßnahmen mitgetragen habt.
Jetzt steht der Winter vor der Tür und hoffetlich beruhigt sich die ganze Situation bis zum Frühjahr wieder, sodass wir unsere Gastwirtschaft wieder öffnen und ihr eure Zeit bei uns wieder genießen könnt.

14
Oktober
2020

Von wo habt ihr diesen guten Kaffee?

Welche Kaffeesorte, wo die Bohnen herkommen und wer den Kaffee röstet, das wissen wir ganz genau. Michael Paireder alias "DIE HOFRÖSTER" aus St. Georgen am Walde kam von seinem 1,5 jährigen Auslandszivildiest in Guatemala zurück nach Österreich und nahm nicht nur eine Menge Lebenserfahrung, sondern auch Know How und gute Connections rund um die wohlriechende Bohne mit. Zurück in der Heimat machte er eine Ausbildung zum Kaffee Sommelier und schon bald darauf stand seine eigene kleine Röstmaschine und die rohen Bohnen am Hof in St. Georgen.
Auf Anhieb funktioniert selten etwas und nach vielen Versuchen und Neustarts gelingt es ihm heute sehr gut die richtigen Röstaromen aus den Rohbohnen zu zaubern. Ich schreib hier ganz bewusst zaubern weil es sehr viel Fingerspitzengefühl und einen guten Geschmacks- und Geruchsinn erfordert um die richtigen Röstnoten aus der Bohne zu kitzeln.
Transparenz, Fairness, biologische Produktion und ein hoher Standard der Qualitätssicherung ist bei den Hofröstern eine Selbstverständlichkeit.

https://hofroester.at/ - hier kannst du gerne noch weiter in die Tiefen des Kafferöstens eintauchen oder dir einfach einen sehr sehr guten Kaffee nach Hause schicken lassen. Die Höfröster beliefern uns jetzt seit zwei Jahren mit Kaffee und wir freuen uns nach wie vor bei jeder Pakung die wir öffnen über den herrlichen Duft der Bohnen und den guten Geschmack des Kaffees.
 

16
September
2020

Wander, Biken, Genießen im Mühlviertel

... Schweißperlenen auf der Stirn spürt und sich nach einem richtig erfrischenden Getränk sehnt.  Sechs Wochenden haben wir in dieser Saison 2020 noch geöffnet. Der Most für nächstes Jahr geht bald in Produktion, der Herbst bei uns am Biohof ist mit allen Sinnen spürbar (zB beim Erdäpfel- und Obstklauben ;)
Schau doch noch mal vorbei bei uns am Hanberg! Aber bitte - ruf vorher an und sicher dir deinen Tisch. 0664 4645332 Wir freuen uns auf deinen Besuch.

04
September
2020

zu zweit gehts wohl leichter

In der Erde Insekten suchen, nach Herzenslust im Boden scharren und dann und wann ein ausgiebiges Sandbad nehmen - davon können leider viele ihrer Artgenossen nur träumen. Wir sehen das als Selbstverstädlichkeit den Tieren ihr Leben bei uns so artgerecht, stressfrei und fair wie möglich zu gestalten. Die jungen Puten sind jetzt zwei Monate alt und werden im November bzw. Dezember direkt bei uns am Hof geschlachtet, weiterverarbeitet und direkt von unseren Kunden abgeholt

04
August
2020

Dreamteam

Ohne die Unterstüzung unserer tollen MitarbeiterInnen wären wir auf verlorenen Posten. An dieser Stelle gilt euch ein großes Dankeschön für euren Fleiß, eure Loyalität und eure gute Laune die ihr am Hansberg verbreitet. Wir wissen, oft ist die Arbeit am Hansberg drawig und anstrengend, aber mit Teamgeist und Spaß an der Arbeit kann auch aus einem arbeitsreichen Sonntag ein toller Tag werden.

28
Mai
2020

frisches Bratl am Sonntag Mittag

Diese Woche geschlachtet und am Sonntag in der Rein. Frischer als frisch! Natürlich mit zweierlei Knödel, Erdäpfel und reichlich Kraut - so wie es wir Mühlviertler lieben :)
Diesen Sonntag, 31.5. mittag gibts bei uns Bratlessen am Hansberg. Bitte bis Samstag 20:00 reservieren! garantiert #regionalbioecht und sauguat.
Gibt's auch zum Mitnehmen - Sonntagsessen ☑️☑️CHECK

15
Mai
2020

Fichtenwipferlsirup selbst gemacht

 - 1 Teil Wipferl (je jünger desto besser) und 1 Teil Wasser aufkochen und 5-10 min kochen lassen
 - die abgekühlte Flüssigkeit sieben - dabei die Wipferl gut ausdrücken. Dieser Sud ist milchig weiß und trüb.
 - 1 Teil Sud und 1 Teil Zucker mit dem Saft von 3 Zitronen pro Liter Sud in einen großen Topf geben und auf die Hälfte eindampfen lassen - dieser Vorgang dauert in etwa eine Stunde. Je länger er gekocht wird, desto dicker wird die Flüssigkeit.

- ganz heiß in sehr saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Die Herstellung erfordert etwas Fingerspitzengefühl und Geduld, aber nach getaner Arbeit erfreut man sich sehr an dem feinen Sirup.
Wem das alles zuviel Action in der eigenen Küche ist, der ist herzlich eingeladen sich bei uns im Hansbergshop daran zu bedienen :)

27
April
2020

Saisonstart 2020: 21.Mai

Auch mit dem Auto anreisen und es sichs einfach so schmecken lassen ist erlaubt! Was sonst alles in welchem Rahmen erlaubt sein wird, darauf warten wir und viele andere Gastronomen auch gespannt. Bisweilen können wir euch mitteilen - wir bereiten uns bestmöglich darauf vor und werden für euch trotz Sicherheitsvorkehrungen ein gemütliches, entspanntes Ambiente schaffen.

Wir sind alle wirklich schon top motiviert und freuen uns auf die kommende Saison am Hansberg
 

23
März
2020

Hansberg 2020 - wie wird das werden?

Irgendwo Mut gibt uns, dass das Hansberggebäude seit 1669 belebt ist und dabei schon viele schwierige Zeiten überdauert hat, sicher auch diese.
Wir und unser tolles Team sind auf jeden Fall top motiviert und freuen uns schon auf eine belebte Terrasse auf der alle satt und zufrieden sind. #hope

Um dich schnell und direkt informieren zu können, folge uns auf Facebook und Instagram @hansberg_biohofsteinmayr

22
März
2020

Corona hin oder her - der Frühling ist da. Gendanken von uns

Wann wird es wieder so wie vorher? Vielleicht nie mehr. Das glauben wir mittlerweile auch, aber im Hoffen auf ein positives Neues. Man kann hier auch einen radikalen "Wake-up-call" sehen. Vielleicht ist die Welt zu schnell, zu vernetzt, zu eng verknüpft, zu sehr "Just in Time" geworden. Das zwar hoch effiziente aber eben aus sehr vielen Zahnrädern bestehende große Wirtschaftsgetriebe läuft Gefahr auszusetzen. Plötzlich wären dezentrale Einheiten die - zumindest im Notbetrieb - autark funktionieren gefragt. Fast über Nacht werden die unscheinbarsten, die eher unbliebten, die schlecht bezahlten Jobs systemrelevant. Die billigen ErntehelferInnen im Gemüsebereich, die Fleischer an den industriellen Schlachtbändern die Pfleger und PfelgerInnen.
Auch in der Landwirtschaft wird diese Zeit Spuren hinterlassen. Die oft hoch gelobte Versorgungssicherheit steht auf dem Prüfstand. Noch haben wir Strukturen in der Produktion die dezentral, überschaubar und relativ autark laufen (können). In der Verarbeitung ist das schon anderes. Die großen Massen müssen durch das Nadelöhr der Verarbeitung. Unser Bezirk - ein Bezirk der Milchbauern und innen, keine Molkerei. Jede Menge Tiere, aber keine Fleischereien. Getreide aber kaum eine Mühle. Wer bringt Futter für 1000e Hendl wenn in der Futtermittelfirma alle unter Quarantäne stehen? Noch ist zu hoffen, und das hoffen wir ganz ehrlich, dass wir mit der bestehenden Struktur, die ja jetzt nicht so schnell zu ändern ist, durch diese Krise kommen. Doch dann hoffen wir auf ein System re-think. Mit mehr geschlossenen Kreisläufen, mehr Wohlwollen dem Anderen gegenüber, höherer Wertschätzung für das Selbstverständliche.
 

06
Februar
2020

Kuh-Milch-Kalb-Fleisch - ein Interview mit unserem Partnerbetrieb

Kühe – Milch – Kälber – Fleisch – ein natürlicher Kreislauf. Eine Tatsache. Eine Kuh gibt Milch, weil sie ein Kalb geboren hat. Ob dieses Kalb weiblich ist und später höchstwahrscheinlich auch zur Milchproduktion eingesetzt wird oder männlich ist und somit quasi in einem Milchviehbetrieb keine langfristigen Zukunftsaussichten hat, liegt nicht in unserer Hand. Aber erst durchs Kalb kommt die Milch.
Wir stellen euch unseren Partnerbetrieb vor – ein Interview mit Christa und Stefan Hofer. Die beiden bewirtschaften einen Bio-Heumilch Betrieb in Auberg. Die Ochsen die wir mit etwa zwei Jahren schlachten, werden am Hollerbergerhof geboren. Sie verbringen die erste Zeit bei der eigenen Mutter, dann mit anderen Kälbern in einer Ammenkuhherde. Ein sehr traditionsreicher und innovativer landwirtschaftlicher Betrieb in wunderschöner Lage nicht weit von uns entfernt. Christa und Stefan Hofer sind Menschen die sich Gedanken machen und über den Tellerrand hinausblicken, Neues wagen und auf ihr Gefühl Vertrauen. Bei Schneesturm und eisigen Temperaturen saßen wir in der gemütlichen, modernen Stube zusammen und haben uns über ihre Philosophie, ihre Art des Arbeitens und ihre Gedanken zu Tierwohl, Kräutertropfen und Co unterhalten.
 
Interview
Wo befinden wir uns hier? Seit wann gibt’s den Hof mit dem Hausnamen „Hollerberger“?
Wir sind hier in Auberg, dieses Örtchen liegt zwischen St. Peter am Wimberg und Haslach. Am Fuße des Hollerbergs steht unser Hof. Und dieser Hof steht hier schon seit 1377. 1997 haben wir ihn gemeinsam (von Stefans Eltern) übernommen.

Seit wann wird euer Hof biologisch bewirtschaftet?
Seit 1991 sind wir Mitglied bei Bio-Austria. Das sind mittlerweile 29 Jahre.

Welche sind eure Betriebszweige?
Unser Hauptbetriebszweig ist Bio-Heumilch. Es stehen 30 Kühe zum Melken im Stall. Dazu kommt die weibliche Nachzucht und die männlichen Kälber welche teilweise bei uns am Hof groß werden und dann geschlachtet und direktvermarktet werden. So in etwa 3-4 Tiere pro Jahr. Die restlichen unserer Stierkälber verkaufen wir im Alter von zwischen 3 und 7 Monaten als „Einsteller“ bzw. „Fresser“, an uns bekannte Betriebe wie zB euch. Mit diesem Alter können sie Raufutter und frisches Grünfutter verzehren und sind damit nicht mehr von Milch abhängig. Wir bieten außerdem Schnaps und Edelbrände ab Hof an und auch die Waldwirtschaft spielt gesamtbetrieblich eine große Rolle.

Milchproduktion aus Weidehaltung – ist das was Besonderes?
Für uns ist es wichtig, dass unsere Rinder möglichst viel auf der Weide draußen sind. Es funktioniert mittlerweile auch problemlos bei ganz kleinen Kälbern. Wir wollen einfach eine möglichst naturgemäße Haltung unserer Rinder. Wenn die Kälber auf die Welt kommen bleiben sie erst mal bei ihrer Mutter und können dort Milch trinken. Manche kommen sogar direkt auf der Weide zur Welt. Das war ja alles früher überhaupt nicht üblich. Der gängige Weg, dass man die Kälber sofort nach der Geburt von der Mutter trennt und separat in kleinen Kälberiglus hält hat für uns einfach nicht mehr gepasst. Die Natur zeigt einem so vieles was man schon verlernt hat. Man merkt einfach auch, dass die Kälber sich vieles von der Mutter oder anderen ausgewachsenen Tieren abschauen können, sie fangen zum Beispiel früher an Raufutter zu probieren oder draußen im Sommer am frischen Gras zu knabbern.

Was ist denn diese sogenannten Ammenkuhhaltung?
Nach einiger Zeit bei der eigenen Mutter kommen die Kälber zusammen mit anderen, geeigneten Kühen in eine Ammenkuhherde. Auch dort haben sie im Sommer freien Zugang zur Weide und können bei den Ammenkühen Milch trinken. Die Anzahl der Ammenkühe wird sukzessive reduziert, sodass im Herbst nur mehr 2-3 Ammenkühe bei ca. 15 Kälber sind. Die Ammenkühe kommen wieder in die Milchkuh Herde zurück.
Wie geht’s den Kälbern bei großen Veränderungen wie, wenn sie von der Mutter weg in eine andere Herde kommen, oder wenn sie überhaupt weg von eurem Hof kommen?
Wir arbeiten viel mit speziellen Kräutertropfen, wie zum Beispiel Goldrutenkraut. Auch ist uns die Kommunikation mit unseren Tieren sehr wichtig. Alles was man im Vorfeld schon mit ihnen „bespricht“ geht nachher um einiges leichter. Wir sagen ihnen einfach was Sache ist, da war schon so manch ein AMA Kontrollor völlig baff (lacht).
Uns ist auch sehr wichtig, dass wir wissen wo die Kälber von unserem Hof hinkommen. Auch wenn es oft lukrativ wäre, verkaufen wir nicht an Betriebe wo wir wissen, dass sie dort nie mehr auf die Weide kommen. An den Export zu verkaufen ist für uns sowieso undenkbar.

Liebe Christa, lieber Stefan – vielen Dank, dass ihr euch Zeit genommen habt für mich!
Sehr gerne!
 
2015 wurde ihre innovative und tierfreundliche Haltungsform bei den Bio Austria Bauerntagen ausgezeichnet. – dabei lag der Fokus auf Innovation zum Thema Tierwohl. Hier der Link dazu.
Wir freuen uns wirklich sehr mit Fam. Hofer vlg. Hollerberger einen perfekten Partner für unsere Ochsenhaltung gefunden zu haben.
 

05
Februar
2020

Darf man das überhaupt noch? Das mit dem Fleisch essen? Gedanken zum Thema Klimawandel und uns Karnivore

Bei den Bio-Austria Bauerntagen in Wels vergangene Woche durften wir einem sehr spannenden aber auch irgendwo deprimierenden Vortrag von Fr. Univ. Prof. Helga Kromp-Kolb beiwohnen. Sie ist Meteorologin, Klimaforscherin und Aktivistin. Sie begleitet uns schon seit der Zeit als wir noch an der Boku studiert haben. Eine engagierte Frau, die die Karten auf den Tisch legt und sich nicht vor der Wahrheit fürchtet. Naja sich vor dem zu fürchten was vielleicht kommen mag ist legitim, einfach aus dem Grund, weil niemand auf der Welt es vorhersagen kann was passiert, wenn der Anstieg des CO2 und damit einhergehend der globalen Temperatur nicht gestoppt wird.
Jeder für sich ist gefragt und jeder für sich muss sich an der Nase nehmen. Oder doch zuerst das System, die Industrie, die Politik? Natürlich stellen wir persönlich uns auch Fragen – Was können wir selbst tun? Was sind unsere Schritte für eine Welt, in der unsere Urenkel auch ein schönes Dasein genießen können so wie wir jetzt? Ist unser Betriebsschwerpunkt der Richtige?
Wir produzieren auf unserem Hof in erster Linie biologisches Fleisch. So ist das. Und dazu stehen wir. Auf eher kargen Böden und geringen Flächenausmaßen ist die Veredelung unserer pflanzlichen Ernte zu Fleisch eine Möglichkeit eine auch wirtschaftlich nachhaltige Bewirtschaftung sicherzustellen. Durch die Tierhaltung wiederrum tragen wir zum Humusaufbau auf unseren Böden bei, und damit zur CO2 Einlagerung. Der Spagat zwischen wirtschaftlichem Auskommen, Tierwohl, Klimatauglichkeit und persönlichen Ressourcen ist ein schwieriger.
Ehrliche, körperlich, geistig und manchmal auch emotional fordernde Arbeit.
Unwürdige Haltungsformen, unnötiges Leid und die industrialisierte Sicht auf Leben sind uns schlicht und einfach zutiefst zuwider. Aber niemand findet Massentierhaltung und Fleischimporte aus Irgendwo gut. Aber dennoch gibt es das Putenschnitzel dort und da mal um 3€ das Kilo.
Fleischkonsum reduzieren! Und wenn dann qualitativ hochwertiges biologisches Fleisch essen. Sich nicht jeden Tag der Versuchung hinzugeben hektisch eine anonyme Leberkäse Semmel hinunter zu schlingen, sondern das Essen das man isst wertzuschätzen und bewusst aufzunehmen, sind erste aber wichtige Schritte in eine enkeltaugliche Zukunft.
 

28
November
2019

Morgenstund

Bewegung und frische Luft - man könnte meinen diesen grundlegenen Bedürnissen sollten alle Tiere nachgehen können. In der konventionellen Geflügel-Haltung können die Tiere davon allerdings nur Träumen.
Bei uns können sie raus, wann sie wollen und auch tun was sie wollen. Scharren, gackern, sich um Äpfel streiten. Alles ist ok. Fressen wann sie wollen und schlafen darf sowieso jeder wann er will. Ziemlich liberal unser Zusammenleben ;)
 

14
November
2019

Danke Winter - du kommst rechtzeitig

Ganz so romantisch blieb es leider nicht. Der Schnee ist schon wieder weg aber die Türen bleiben bis 1.Mai 2020 geschlossen. Es war wieder eine schöne Saison mit vielen neuen Begegnungen und bekannten Gesichtern. Die Arbeit am Hansberg macht uns Spaß, doch sind wir am Ende der Saison auch immer bereit für den nächsten Abschnitt im Jahresverlauf. Jetzt widmen wir uns der Arbeit am Hof und einige Dinge müssen auch aufgearbeitet und neu konzipiert werden.
Danke an alle die heuer gekommen sind und schön, wenn ihr uns auch im nächsten Jahr wieder besucht!